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Schneesturm Elli: Flugausfälle in Europa – Rechte für Reisende

Schnee, Eis und Glätte führen seit dem Jahreswechsel bereits zu Beeinträchtigungen an wichtigen Flughäfen in Europa – unter anderem in Hamburg, Amste…

Fakten

  • Schneesturm Elli: Flugausfälle in Europa – Rechte für Reisende
  • Die betroffenen Regionen sind Deutschland, die Niederlande und Polen.
  • Der Winter bringt auch den Flugverkehr in Deutschland ordentlich durcheinander.
  • In Hamburg sorgte schon am Freitag, 2. Januar 2026, anhaltender Schneefall für spürbare Einschränkungen.
  • Der Airport Frankfurt bittet aktuell abfliegende Passagierinnen und Passagiere um eine frühzeitige Anreise zum Airport.
  • Flugreisende sollten sich am Freitag und Samstag drei Stunden vor Abflug im Terminal einfinden.
  • Witterungsbedingt könne es zu Verspätungen und vereinzelten Flugausfällen kommen.
  • Reisende werden aufgefordert, vor Anreise an den Flughafen ihren Flugstatus zu prüfen.
  • Das geht über die Internetseiten der jeweiligen Fluggesellschaft oder unter 01806-3724636 sowie auf der Website des Flughafens Frankfurt.
  • Auch durch Engpässe an Drehkreuzen in den Niederlanden und Frankreich kann es hierzulande zu Problemen kommen.
  • Die Lufthansa warnt vor Flugeinschränkungen aufgrund des Winterwetters und schreibt: "Aufgrund von wetterbedingten Einflüssen in verschiedenen Bereichen von Deutschland und Nordeuropa kann es im Flugplan der Lufthansa Group zu Verzögerungen und Streichungen kommen."
  • Am Flughafen Düsseldorf kommt es Freitagvormittag wegen einer IT-Störung zu Verzögerungen beim Check-in.
  • Auch hier sollen Reisende den Status Fluges im Blick behalten.
  • Laut dem Flugportal "AeroInternational" könnten im Laufe des Freitags, 9. Januar, außerdem folgende deutsche Flughäfen von winterlichen Bedingungen betroffen sein: Auch Köln/Bonn und Stuttgart könnten wetterbedingt gestört sein, wenn Niederschlag und Temperaturschwankungen die Glatteisgefahr erhöhen.
  • Der Flughafen Amsterdam Schiphol in den Niederlanden gehört zu den am stärksten betroffenen Flughäfen Europas.
  • Seit dem 2. Januar hat der Airport nach Angaben von "Flightradar24" über 3200 Flüge gestrichen, da Schnee, Eis und Wind die Kapazität tagelang stark beeinträchtigt haben.
  • Besonders stark traf es Verbindungen nach Deutschland – darunter Flüge nach Frankfurt, München, Berlin, Hamburg und Bremen.
  • Lagerbestände von Enteisungsmittel gingen aufgrund extremer Wetterbedingungen und Lieferverzögerungen des Anbieters bereits am Freitag, 2. Januar, zur Neise, was zu logistischen Problemen führte.
  • Die neue Lieferung traf nach Angaben von KLM erst am 7. Januar ein.
  • Die Winterbindungen werden laut der Airline voraussichtlich auch in den kommenden Tagen noch anhalten.
  • Reisende sollten weiterhin mit plötzlichen Ausfällen und Verzögerungen rechnen.
  • In Paris wurden am Mittwoch, 7. Januar, am Flughafen Charles de Gaulle etwa 100 Flüge und am Flughafen Orly weitere 40 Flüge gestrichen, berichtet die französische Zeitung "Le Monde".
  • Britische Flughäfen wie Heathrow, Gatwick und Manchester meldeten bereits am 5. Januar wetterbedingte Störungen mit über 1600 Flugausfällen.
  • Ursache waren starker Schneefall, Personalmangel bei der Flugsicherung und Engpässe bei der Bodenabfertigung.
  • Laut "AirHelp" gab es bis 139 Flugstreichungen und 1531 Verspätungen, betroffen waren rund 260.000 Sitzplätze.
  • Bereits zum Jahreswechsel kämpfte auch Polen mit einem extremen Wintereinbruch.
  • Der Schneefall dort massive Verkehrsprobleme auslöste und den Flugbetrieb am Warschauer Flughafen Modlin vorübergehend zum Erliegen brachte.
  • Am Chopin-Flughafen in Warschau werden aufgrund des Winterwetters alle Maschinen routinemäßig vor dem Start enteist, was zu Verzögerungen von mehr als 20 Minuten führen kann.
  • Zahlreiche Flüge wurden auf andere Flughäfen umgeleitet.
  • Reisende sollten den Flugstatus ihrer geplanten Reisen stets im Blick behalten – am besten schon vor der Fahrt zum Flughafen.
  • Dabei ist es wichtig, dass die aktuellen Kontaktdaten bei der Airline hinterlegt sind, um rechtzeitig informiert zu werden.
  • Reisende sollten außerdem mit längeren Wartezeiten rechnen und genug Zeit für die Anreise zum Flughafen und den Check-in einplanen.
  • Die Lufthansa empfiehlt Bahnreisenden, insbesondere für Anschlussflüge ab Frankfurt oder München genügend Umsteigezeit einzuplanen.
  • Laut dem Fluggastrechte-Portal "Airhelp" haben Reisende bei wetterbedingten Flugausfällen oder Verspätungen durchaus Ansprüche: Schnee und Eis gelten rechtlich als "außergewöhnliche Umstände", für die Airlines grundsätzlich nicht haftbar sind.
  • Sie müssen also meist keine Entschädigung zahlen. Trotzdem raten Experten, alle Ansprüche auf Betreuungsleistungen geltend zu machen.
  • Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass Fluggesellschaften die Zeit für Enteisung im Winter nicht als Grund für Verspätungen oder Ausfälle anführen dürfen, wenn sie nicht rechtzeitig handeln.
  • Werden Reisende extrem spät oder gar nicht umgebucht, können auch bei Schnee Entschädigungen bis zu 600 Euro fällig werden.