Erster Spatenstich für das Großprojekt Campuslinie: Neue Straßenbahntrasse in Dresden startet mit umfangreichen Bauarbeiten und verbesserten Verkehrsanbindungen bis Mitte 2031.
Mit dem ersten Spatenstich an der Nossener Brücke hat das Großprojekt Campuslinie in Dresden begonnen, das bis Mitte 2031 eine neue Straßenbahntrasse schaffen wird. Dieses Vorhaben zielt darauf ab, die stark frequentierte Buslinie 61 zu entlasten und die Erreichbarkeit wichtiger Ziele, wie der TU Dresden, zu verbessern. Während der Bauarbeiten wird nicht nur die Brücke komplett neu errichtet, sondern auch die Infrastruktur für Strom und Wasser erneuert. Für Fußgänger, Radfahrer und mobilitätseingeschränkte Personen wird es zahlreiche Verbesserungen geben, um den öffentlichen Nahverkehr komfortabler und leistungsfähiger zu gestalten. Trotz der erforderlichen Umleitungen und Einschränkungen sind die Verantwortlichen bemüht, die Anwohner gut zu informieren und die Verkehrsführung so angenehm wie möglich zu gestalten.
Am Donnerstag wurde mit dem ersten Spatenstich an der Kreuzung Nossener Brücke / Budapester Straße das Großprojekt Campuslinie offiziell gestartet. Prominente Persönlichkeiten, darunter Sachsens Staatsministerin für Infrastruktur und Landesentwicklung Regina Kraushaar und Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert, feierten gemeinsam mit weiteren Vertretern der Stadt und der zuständigen Auftraggebergemeinschaft diesen bedeutenden Schritt.
Ziel des Projektes ist die Errichtung einer etwa 1,7 Kilometer langen neuen Straßenbahntrasse, die die stark frequentierte Buslinie 61 entlasten wird. Dabei wird die Nossener Brücke komplett neu errichtet und in der Mitte um eine Straßenbahnbrücke ergänzt, während die Straßenbahn auf der Nürnberger Straße weiter bis zum Nürnberger Platz geführt werden soll. Die Fertigstellung der Campuslinie wird für Mitte 2031 angestrebt.
Die neue Straßenbahntrasse soll nicht nur die Erreichbarkeit zwischen Gorbitz und der Technischen Universität Dresden verbessern, sondern auch eine neue Haltestelle auf der Nossener Brücke ermöglichen. Diese wird den direkten Umstieg zu dem geplanten S-Bahn-Haltepunkt unter der Brücke bieten. Zudem werden im Rahmen der Bauarbeiten sämtliche Versorgungsleitungen für Strom, Fernwärme, Telekommunikation, Trinkwasser und Erdgas erneuert, wobei eine spezielle Datenleitungstrasse für die TU Dresden entsteht.
Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 324 Millionen Euro. Fördermittel von Bund und Freistaat Sachsen sowie Investitionen von verschiedenen Partnern tragen dazu bei, dass der Eigenanteil von Stadt und Dresdner Verkehrsbetrieben auf etwa 75 Millionen Euro begrenzt bleibt. Die Bauarbeiten werden von einer Arbeitsgemeinschaft aus mehreren renommierten Bauunternehmen durchgeführt.
Besonders wichtig ist die Gestaltung des Verkehrsraums im Umfeld der neuen Campuslinie. Es werden vier Fahrspuren für den Kfz-Verkehr erhalten, neue Radwege und verbesserte Fußgängerüberquerungen entstehen. Mobilitätseingeschränkte Personen sowie Eltern mit Kinderwagen werden vom barrierefreien Ausbau der Haltestellen profitieren.
Die Bauarbeiten werden in mehreren Phasen von Juni 2026 bis Mai 2028 durchgeführt, und während der gesamten Bauzeit bleibt die Nossener Brücke und die Nürnberger Straße grundsätzlich befahrbar. Erste Verkehrseinschränkungen treten bereits ab dem 12. Juni in Kraft, was teilweise zu Umleitungen im aktuellen Busverkehr führt.
Die Dresdner Verkehrsbetriebe informieren fortlaufend über aktuelle Verkehrsführungen und Fahrplanänderungen, um die Anwohner und Fahrgäste bestmöglich auf dem Laufenden zu halten.
Fakten
- Das Großprojekt Campuslinie beginnt mit dem ersten Spatenstich an der Kreuzung Nossener Brücke / Budapester Straße.
- Die Sachsens Staatsministerin für Infrastruktur und Landesentwicklung Regina Kraushaar, Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert, Baubürgermeister Stephan Kühn, der Kanzler der TU Dresden Jan Gerken, Vertreter der Auftraggebergemeinschaft, darunter Andreas Hemmersbach, Vorstand der Dresdner Verkehrsbetriebe und Dr. Axel Cunow, Finanzvorstand bei SachsenEnergie, sowie Dresdner Abgeordnete des Sächsischen Landtags haben den Startschuss für das Kernstück des Großvorhabens Campuslinie gefeiert.
- Die Nossener Brücke wird komplett neu errichtet, in der Mitte um eine Straßenbahnbrücke ergänzt und die Straßenbahn auf der Nürnberger Straße weiter bis zum Nürnberger Platz geführt.
- Die Fertigstellung des Großprojekts Campuslinie ist für Mitte 2031 vorgesehen.
- Mit dem Bau der insgesamt rund 1,7 Kilometer langen neuen Straßenbahntrasse – der Campuslinie – wird die stark nachgefragte Buslinie 61 entlastet und der öffentliche Nahverkehr leistungsfähiger.
- Neue Direktverbindungen – unter anderem zwischen Gorbitz und der TU Dresden – verkürzen Wege und verbessern die Erreichbarkeit wichtiger Ziele.
- Eine neue Straßenbahnhaltestelle auf der Nossener Brücke ermöglicht künftig den direkten Umstieg zu dem geplanten S-Bahn-Haltepunkt unterhalb der Brücke.
- Im Zuge der Bauarbeiten werden sämtliche Versorgungsleitungen für Strom, Fernwärme, Telekommunikation, Trinkwasser und Erdgas erneuert.
- Eine spezielle Datenleitungstrasse für die TU Dresden entsteht.
- Die Kosten des Projekts von rund 324 Millionen Euro werden anteilig von der Landeshauptstadt Dresden, den Dresdner Verkehrsbetrieben, der Stadtentwässerung Dresden, SachsenEnergie und der Deutschen Bahn getragen.
- In der Gesamtsumme enthalten sind auch Investitionen in die Telekommunikationsinfrastruktur des Staatsbetriebs Sächsisches Immobilien- und Baumanagement für die TU Dresden sowie von der Deutschen Telekom und Vodafone.
- Erhebliche Fördermittel von Bund und Freistaat Sachsen – allein rund 77,7 Millionen Euro aus Mitteln des Sachsenfonds speziell für kommunalen Straßenbau und Ingenieurbauwerke – tragen dazu bei, dass der Eigenanteil von Stadt und DVB auf rund 75 Millionen Euro begrenzt bleibt.
- Die Bauarbeiten werden gemeinsam von der Landeshauptstadt Dresden, den Dresdner Verkehrsbetrieben, SachsenEnergie, der Stadtentwässerung Dresden und dem Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement beauftragt.
- Ausgeführt werden die Arbeiten von einer Arbeitsgemeinschaft (ARGE) aus: EUROVIA (VINCI Construction GmbH), Hentschke Bau GmbH, STRABAG AG, WOLFF & MÜLLER Holding GmbH & Co. KG sowie der Züblin Stahlbau GmbH.
- Die neue Campuslinie erhält einen eigenen Gleiskörper und kann damit unabhängig vom übrigen Verkehr fahren.
- Für den Kfz-Verkehr bleiben weiterhin vier Fahrspuren erhalten.
- An den Kreuzungen kommen zum Teil noch Abbiegespuren hinzu.
- Radfahrer fahren auf abgesetzten und erhöhten Radwegen über die Nossener Brücke.
- Entlang der Nürnberger Straße werden Radfahrstreifen auf Fahrbahnniveau markiert.
- Für Fußgänger entstehen breite Fußwege.
- Drei Haltestellen werden modernisiert und barrierefrei ausgebaut.
- Mobilitätseingeschränkte Personen oder Eltern mit Kinderwagen können dann ohne Probleme ein- und aussteigen.
- Auf der Nürnberger Straße kommt Rasengleis zum Einsatz, das Lärm reduziert, die Feinstaubbelastung senkt und das Stadtklima verbessert.
- Vier neue Baumreihen verleihen der Nürnberger Straße künftig Alleecharakter.
- Schienen und Autofahrbahnen trennt ein breiter Grünstreifen.
- Um den Fußgängern das Überqueren der stark befahrenen Nürnberger Straße zu erleichtern, werden eine Ampelanlage an der Kreuzung zur Hohen Straße und neue Querungsstellen auf Höhe der Kaitzer Straße gebaut.
- Vor der Ruine der Zionskirche entsteht ein neuer Aufenthaltsbereich mit Grünflächen, Sitzgelegenheiten und Fahrradabstellanlagen.
- Ein neuer MOBIpunkt ergänzt das Angebot um Sharing- und Ladeinfrastruktur.
- Die Grünanlage Nürnberger Ei ist denkmalgeschützt und bleibt unverändert erhalten.
- Nur die Wendefahrbahn wird zurückgebaut.
- Kurz vor dem Nürnberger Platz endet die Neubaustrecke vorerst.
- Hier wird sich später eine weitere neue Straßenbahnstrecke über den Zelleschen Weg bis zum Wasaplatz anschließen.
- Die Bauarbeiten werden von Juni 2026 bis Mai 2028 durchgeführt.
- Von Juni 2026 bis Mai 2028 werden die nördliche Straßenseite der Nürnberger Straße sowie der nördliche Brückenzug der Nossener Brücke neu gebaut.
- Der Verkehr fließt dann über den südlichen Brückenzug, sodass für jede Fahrtrichtung noch eine Fahrspur zur Verfügung steht.
- In den kommenden Monaten wird zudem die SachsenEnergie die neuen Versorgungsleitungen in die jeweiligen Netze einbinden und in Betrieb nehmen.
- Anschließend baut der Versorger das Fernwärmeprovisorium und die zugehörige Rohrbrücke parallel zur Nossener Brücke zurück.
- Von Mai 2028 bis Frühjahr 2030 schließt sich der Neu- und Umbau der südlichen Straßenhälfte der Nürnberger Straße sowie der Bau der neuen Straßenbahntrasse an.
- Der Verkehr wird dann über die neue nördliche Nossener Brücke und die fertige nördliche Nürnberger Straße geleitet.
- Bis Mitte 2031 wird der südliche Brückenzug fertiggestellt.
- Während der gesamten Bauzeit bleiben Nossener Brücke und Nürnberger Straße grundsätzlich in beiden Fahrtrichtungen befahrbar.
- Notwendige Vollsperrungen für den Rückbau der Bestandsbrücke werden auf einzelne Nächte und ausgewählte Wochenenden beschränkt.
- Erste Verkehrseinschränkungen ab 12. Juni.
- Bereits am zweiten Juniwochenende kommt es auf der Nossener Brücke zu ersten nächtlichen Sperrungen in Fahrtrichtung Plauen.
- Im weiteren Bauverlauf wird der Verkehr über den südlichen Brückenzug geführt – das gilt auch für Fußgänger und Radfahrer.
- Die Chemnitzer Straße ist dann Einbahnstraße in Fahrtrichtung Zentrum.
- In Fahrtrichtung Plauen wird eine Umleitung über die Zwickauer Straße ausgeschildert.
- Für Radfahrer gibt es eine zusätzliche Umleitung über die Hohe Straße.
- Der Busverkehr der Linie 61 verbleibt auf der Stammstrecke.
- Ersatzhaltestellen werden im direkten Umfeld der Haltestellen eingingerichtet.
- Bis zum 14. Juni kann die Haltestelle Zwickauer Straße (Fahrtrichtung Weißig/Fernsehturm) nicht bedient werden.
- Vom 14. bis 30. Juni kann die Haltestelle Zwickauer Straße in beiden Fahrtrichtungen nicht bedient werden.
- Zudem muss in diesem Zeitraum die Haltestelle Fabrikstraße (Fahrtrichtung Löbtau) in Richtung Einmündung Oederaner Straße verlegt werden.
- Ab dem 15. Juni 2026 wird die Linie 62 in beiden Fahrtrichtungen über die Hahnebergstraße, Zwickauer Straße, Würzburger Straße umgeleitet.
- Das bedeutet, dass die Haltestellen „Chemnitzer Straße“, „Bamberger Straße“ und „Agentur für Arbeit“ in beiden Fahrtrichtungen nicht bedient werden können.
- Dafür gibt es Ersatzhaltestellen auf der Umleitungsstrecke.
- Die Linie 8 wird ab Oktober 2026 zum Endpunkt Plauen, Nöthnitzer Straße umgeleitet.
- Zum Erreichen der Haltestelle Südvorstadt muss ab der Haltestelle „Nürnberger Platz“ die querende Buslinie 61 genutzt werden.
- Über aktuelle Verkehrsführungen und Fahrplanänderungen informieren die Dresdner Verkehrsbetriebe fortlaufend.
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